Jahreshauptversammlung des Holzforum Allgäu e.V. im ExplorerHotel Neuschwanstein in Nesselwang

Immenstadt (13. Juli/HfA): Zwei Themen dominierten die Jahresversammlung des Holzforums Allgäu am 12. Juli in Nesselwang: Maike Breitfeld wird sich im Rahmen des Projekts Inno4Wood künftig grenzübergreifend für die Nutzbarmachung innovativer Potentiale im Holzbau einsetzen, und mit der Einführung der Marke AllgäuHolz wurde ein wichtiger Schritt zum Ausbau regionaler Strukturen und nachhaltigen Wirtschaftens in der Region geschaffen. Die rund 40 Teilnehmer diskutierten außerdem eine neue Planungsmethode im Bauwesen und viele weitere Projekte und Tätigkeiten des Holzforums.

Gemütliches Treffen im Nullemissionsgebäude

Rund 40 Mitglieder begrüßte Vorstandsvorsitzender Hugo Wirthensohn auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Explorer-Hotel Neuschwanstein in Nesselwang. Das weltweit erste zertifizierte Passivhaus-Hotel Plus in ökologischer Holzbauweise ist eines der Modellprojekte im Allgäu, ein Meilenstein im Hotellerie-Gewerbe und entsprang den kreativen Köpfen unserer Mitglieds Herz&Lang. Der Holzbau bildete somit den perfekten Rahmen für die Jahreshauptversammlung am 12.07.2017.

Fabian Ritter von der Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG (links) mit Hugo Wirthensohn, dem 1. Vorsitzenden des Holzforum Allgäu. Bild: HfA

AllgäuHolz, Innovation und BIM – der Holzforum Allgäu e.V. stellt sich breit auf

Nach der Begrüßung gab Hugo Wirthensohn einen kurzen Überblick über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Schnell wurde klar: Das Holzforum agiert in vielen Bereichen. Neben großen Veranstaltungen, wie dem mittlerweile jährlich stattfindenden und sehr erfolgreichem Allgäuer Holztag auf der Allgäuer Festwoche und der zum zweiten Mal durchgeführten Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt im Grünen Zentrum Immenstadt, dominierten vor allem zwei Themen den Abend: Zum einen die Neueinstellung der Holzbotschafterin Maike Breitfeld innerhalb des Interreg-Projektes Inno4Wood. Maike Breitfeld ist seit Dezember 2016 im Auftrag des Holzforums im Allgäu unterwegs, um innovative Produkte, Ideen, Vorgehen oder Strukturen zu finden, aufzuarbeiten und durch Netzwerke zugänglich zu machen. Zudem soll sie den High-Tech Faktor Holz stärker in der Region positionieren und eine grenzüberschreitende (Österreich-Deutschland) Plattform für Innovation und Qualifizierung ausarbeiten. Das andere Thema war die neu geschaffene Herkunftszertifizierung AllgäuHolz. Die Regionalmarke ermöglicht nun einen eindeutigen Herkunftsnachweis für heimisches Holz. Beantragt werden kann die Zertifizierung beim Holzforum Allgäu, welches vordergründig zusammen mit dem Allgäuholz Markenverband die Ausarbeitung übernommen hat.

Daneben gab es noch viele weitere Felder, in denen sich das HfA betätigte. Betriebsbesichtigungen bei Mitgliedern sowie der vierte Neujahrsempfang wurden organisiert, ein professionelles CRM wurde eingeführt, die Homepage wurde ausgebaut, verschiedene Informationsveranstaltungen – vor allem für politische Entscheidungsträger – wurden durchgeführt, zwei Ausstellungen in Marktoberdorf und Sonthofen wurden ins Allgäu geholt, es gab mehrere offene Briefe zu Bauvorhaben, in denen auf die Beachtung des Einsatzes von Holz hingewiesen wurde, Pressemitteilungen wurden verfasst und der geplante Center Parcs Bau in Leutkirch wurde eine Zeit lang begleitet.

Neu angedacht wird momentan die Ausarbeitung eines plattformübergreifenden BIM-Angebots für Betriebe im Allgäu. Was darunter genau zu verstehen ist, stellte Fabian Ritter, Abteilung BIM & Lean Management bei unserem Mitglied Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG, vor.

Das Unternehmen Wilhelm Geiger und die ersten Erfahrungen mit BIM

Mit mehr als 2.000 Mitarbeitern an über 50 Standorten ist die Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG das größte Mitglied des Holzforum Allgäu. Zwar steht das Thema Bauen mit Holz hier noch nicht an erster Stelle, wird in Zukunft aber eine immer größere Rolle spielen. Das 1923 gegründete familiengeführte Unternehmen kümmert sich vor allem um die Bereiche Liefern, Bauen, Sanieren und Entsorgen. Seit knapp 1,5 Jahren ist Fabian Ritter im Unternehmen tätig und kümmert sich um den Bereich BIM. Dabei handelt es sich um eine modellbasierte Planungsmethode. Die Basis bildet ein 3D-Gebäudemodell, mit dem alle notwendigen Informationen verknüpft werden. An diesem Modell können bei offenen Systemen auch mehrere Ausführungsbeteiligte zusammenarbeiten. Ziel ist vor allem, den Informationsfluss zu optimieren und beschleunigen sowie Zeit und Kosten beim Bau zu sparen.

Bei Wilhelm Geiger kommt BIM derzeit im Pilotprojekt Casa Philia zum Einsatz, einem seniorengerechten Wohngebäudekomplex auf den Brauhöfen in Kempten; allerdings hauptsächlich noch begleitend, um genug Informationen zu sammeln und Schwachstellen zu entlarven, die die Methode aktuell noch aufweist. In Zukunft soll der Einsatz von BIM bei der Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG aber bei jeder Baumaßnahme eine zentrale Rolle spielen.

Ereignisreiches Jahr steht bevor

Im kommenden Jahr werden neben den bekannten Veranstaltungen wie dem Allgäuer Holztag und Holzbau Kompakt wieder weitere interessante Veranstaltungen angeboten werden. Zusätzlich wird ein social media-Auftritt des HfA ins Leben gerufen und weiter an bereits bestehenden Projekten gearbeitet.

Beim anschließenden gemütlichen Teil gab es für die Gäste dann noch die Möglichkeit, sich in einem ungezwungenen Rahmen auszutauschen und das Explorer-Hotel näher in Augenschein zu nehmen.


Pressemitteilung des Holzforum Allgäu (13.07.2017)

Weitere Informationen

Drucken E-Mail

Aktuelle Berichte

  • Newsletter Nr. 42: Holz - Rohstoff der Zukunft

    Newsletter Nr. 42: Holz - Rohstoff der Zukunft "Forstwirtschaft und Bioökonomie, Kommunikation und Innovation" - das sind die Themen, die uns derzeit an der Clustergeschäftsstelle in Freising und im Büro von proHolz in München besonders beschäftigen. Während das Team von proHolz Bayern die Chancen und Möglichkeiten traditioneller und neuartiger Holzverwendungen wie gewohnt in die öffentliche Kommunikation und deren Medien einbringt, erarbeiten die Kollegen der Clustergeschäftsstelle wichtige inhaltliche Grundlagen für die Entwicklung innovativer Materialien und Methoden. Beide Zielsetzungen und beide Teams sind dabei gleich bedeutsam und können durch eine gute Zusammenarbeit voneinander lernen und profitieren. Weiterlesen... Weiterlesen
  • The Winner is ... Mehling & Wiesmann: Bayerische Buche ziert den Louvre – Bayerischer Exportpreis geht in den Spessart

    The Winner is ... Mehling & Wiesmann: Bayerische Buche ziert den Louvre – Bayerischer Exportpreis geht in den Spessart "Trüffelbuche" oder "chocowood" heißen die Spitzenprodukte des Sägewerks Mehling und Wiesmann GmbH aus dem unterfränkischen Lohr am Main. Jahrzehntelange Familientradition und lokale, hochwertige Rohstoffe gehen in die Herstellung der Furnierhölzer ein, die im teuersten Londoner Wohnkomplex ebenso eingesetzt werden wie für Luxusyachten, Küchen in Asien oder demnächst auch den Louvre in Paris. Dafür erhielt das Unternehmen jetzt den Bayerischen Exportpreis in der Kategorie "Industrie". Und auch in der Kategorie Handwerk war dieses Jahr wieder eine Zimmerei erfolgreich. Weiterlesen
  • Modern und Aktiv – Waldbesitzeransprache 2.0 mit dem Projekt „KomSilva“

    Modern und Aktiv – Waldbesitzeransprache 2.0 mit dem Projekt „KomSilva“ Die Clusterinitiative Forst und Holz Bayern entwickelt im Projekt „KomSilva“ Kommunikations- und Beratungshilfen für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse Im August dieses Jahres ist das deutschlandweite Projekt „KomSilva“ an den Start gegangen. Als einer von vier Projektpartnern stellt sich die Clusterinitiative die Aufgabe, bis Januar 2020 Schulungen, Vorlagen, Anleitungen und Konzepte für forstliche Akteure zu erarbeiten. Die Clusterinitiative verfolgt das Ziel, die professionelle und zielgerichtete Ansprache von Waldbesitzern und der waldinteressierten Öffentlichkeit zu erleichtern. Weiterlesen
  • Buche als Bauholz – Bayerischer Rundfunk berichtet in „Unser Land“ und im „Notizbuch“

    Buche als Bauholz – Bayerischer Rundfunk berichtet in „Unser Land“ und im „Notizbuch“ Um die Wälder „fit“ für den Klimawandel zu machen, setzt man in Bayern verstärkt auf Laubhölzer, insbesondere Buche. Zeitgleich stellt sich die Frage, wie das zukünftig verstärkt anfallende Holz bestmöglich verwendet werden kann. Eine vielversprechende Möglichkeit ist die Verarbeitung zu Bauprodukten für den konstruktiven Bereich – Buche, Esche und Co. punkten hier mit hervorragenden Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften. Herstellung, Verarbeitung und Anwendung der Produkte erfordern jedoch ein „Umlernen“ und eine Anpassung der aus dem Nadelholzbereich bekannten Prozesse. Weiterlesen
  • Holz fasziniert tausende Besucher bei den Bad Kötztinger Holztagen

    Holz fasziniert tausende Besucher bei den Bad Kötztinger Holztagen (Netzwerk Forst und Holz) - Zwei Tage stand Bad Kötzting im Zeichen des Holzes. 44 Firmen der regionalen Holzbranche präsentierten am 07. und 08. Oktober mit viel Liebe zum Detail, was aus Holz alles gemacht werden kann. Die Veranstaltungspartner (Netzwerk Forst und Holz, Regionalmanagement im Landkreis Cham, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Cham) zogen trotz des durchwachsenen Wetters ein überaus positives Resümee. Vor allem deshalb, weil die Aussteller mit dem Interesse der Besucher sehr zufrieden waren und sofern möglich auch gute Umsätze erzielt haben. Weiterlesen
  • 1
  • 2

Wir koordinieren

Logo proHolz Bayern

 

Logo meinWald

 

Partnernetzwerke

Logo Regionalinitiativen in Bayern

Wir sind Mitglied bei

Logo Cluster Offensive Bayern

 

Logo go-cluster

 

Logo Cluster Management Excellence

Logo Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan