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25. C.A.R.M.E.N.-Symposium: WPC-Entwicklung mit Ernst-Pelz-Preis prämiert

Feierliche Jubiläumsveranstaltung mit 400 Gästen in Straubing: Rund 300 Teilnehmer besuchten das 25. Symposium von C.A.R.M.E.N. e.V. im Hotel ASAM in Straubing am Montag und Dienstag, den 10. und 11. Juli 2017. Insgesamt 60 Referenten informierten unter dem Motto „Watt, Wärme, Werkstoffe – smart & sauber" zu aktuellen Themen der Energiewende. Am Montagabend begrüßte Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, etwa 400 Gäste im Rahmen eines Staatsempfangs. Neben der Verleihung des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe sowie des Ernst-Pelz-Preises für eine Produktentwicklung mit Holzbeteiligung stand die Feierlichkeit zu 25 Jahren C.A.R.M.E.N. e.V. im Mittelpunkt der Abendveranstaltung.

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Linkes Bild: Das Fachplenum im Rahmen des 25. C.A.R.M.E.N.-Symposiums beim Vortrag von MDirig. a.D. Dr. Theodor Weber. Mittleres Bild: Ilse Aigner (2. v. l.) bei der Verleihung des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe an die Vertreter der Unterfränkischen Überlandzentrale eG. Rechtes Bild: Den Ernst-Pelz-Preis überreichte die Staatsministerin an Stephan Wulf, den Geschäftsführer der Langmatz GmbH. Links Jochen Pelz (Stiftungsvorstand) und Peter Pelz (Preisstifter), rechts Josef Lohr, Projektleiter ecopolytec. (Alle Fotos: Barbara Rötzer)

C.A.R.M.E.N. wichtiger Akteur in der öffentlichen Diskussion

Zur Jubiläumsveranstaltung am Abend richteten zunächst MDg. Georg Windisch, Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. e.V., sowie Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Landrat Josef Laumer Grußworte an die Gäste und Ehrengäste. Staatsministerin Ilse Aigner lobte anschließend in ihrem Festvortrag die Arbeit der C.A.R.M.E.N.-Mitarbeiter. Das Netzwerk sei bekannt für eine neutrale Beratung am Puls der Zeit und trage zum Dialog in und mit der Bevölkerung bei, so die Staatsministerin. C.A.R.M.E.N. e.V. verkörpere die Rolle des Vorantreibers für Innovation und Fortschritt und habe den Boden für Nachwachsende Rohstoffe in Bayern bereitet.

Holzwerkstoff für Kabelschächte prämiert

Neben dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe (er ging an die Bürgerenergiegenossenschaft Unterfränkische Überlandzentrale eG) wurde der mit 10.000€ dotierte Ernst-Pelz-Preis für Nachwachsende Rohstoffe verliehen. Ilse Aigner überreichte ihn der Langmatz GmbH für die Entwicklung und Markteinführung eines mit Nachwachsenden Rohstoffen geschäumten Kabelschachtes. Dieser besteht aus dem Werkstoff „ecopolytec" und weist einen hohen Holzanteil auf. Die Staatsministerin lobte die wichtige und erfolgreiche Forschung der Langmatz GmbH. Der neu entwickelte Werkstoff besteche nicht nur durch den Einsatz Nachwachsender Rohstoffe, sondern auch durch eine hohe Qualität.

Stephan Wulf von der Langmatz GmbH bedankte sich für den Preis, durch den das Unternehmen weiter mit Begeisterung daran arbeiten wolle, das Potenzial umweltschonender Materialien voranzutreiben. Im Anschluss an die Preisverleihungen richteten Peter und Jochen Pelz von der Ernst-Pelz-Stiftung ein Geleitwort an die Gäste. Die Forschung halte vieles für künftige Generationen bereit, so Jochen Pelz. Diese Ideen fördere der Ernst-Pelz-Preis.

Der von Langmatz in sechsjähriger Forschungsarbeit entwickelte Werkstoff „ecopolytec“ ist ein strukturgeschäumtes WPC-Material, dessen Holzanteil 45% beträgt - durch das ecopolytec wird CO2 über Jahrzehnte gebunden. Dieser materialtechnologische Fortschritt machte es möglich, unter Einhaltung aller Anforderungen hinsichtlich Festigkeit und Langlebigkeit die erste ökologische Lösung für einen Kabelschacht zu entwickeln, der ideal für den Ausbau schneller Glasfasernetze eingesetzt werden kann. Bei einem Einsatz von 60 Kabelschächten, die für ein Glasfasernetz in einer kleineren Stadt benötigt werden, kann gegenüber herkömmlichen Kunststoffen mit dem neuen Material ecopolytec die CO2-Belastung eingespart werden, die ein PKW bei einer Fahrt um die Erde erzeugt.

Quelle: Langmatz GmbH

Umbruchsphase zu den Erneuerbaren Energien

Das Jubiläumssymposium hatte bereits am Montagmorgen mit einer Begrüßung und Einführung in die Geschichte des Netzwerks begonnen. Im Fachplenum wurde auf die Bedeutung der Ziele des Vereins hingewiesen: "Ökoroutine", so Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, sei für eine kulturelle Änderung notwendig. Amir Roughani von der VISPIRON GmbH vertrat die Theorie der "Green Disruption", wonach wir uns in einer Umbruchphase zu den Erneuerbaren Energien befinden. Im Symposium am Montagnachmittag und im Rahmen eines breiten Spektrums an Fachblöcken am Dienstag konnten sich die Besucher über eine Vielzahl an Themen zur Energiewende informieren und diese diskutieren. 


Pressemitteilung des C.A.R.M.E.N. e. V. vom 12. Juli 2017 (gekürzt)

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