DGNB-Preis Nachhaltiges Bauen: Holzgebäude nominiert

Zum inzwischen fünften Mal zeichnet die DGNB mit dem Preis "Nachhaltiges Bauen" im Jahr 2017 Spitzenleistungen der Architektur aus, die auf vorbildliche Weise den ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen der Zeit begegnen. Beste Chancen haben Gebäude, die Nachhaltigkeit in allen ihren Dimensionen mit herausragender Gestaltung und hoher Innovationskraft verbinden. Nicht nur die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass Holzbauweise dafür die perfekten Voraussetzungen bietet: Auch 2017 sind wieder drei Konstruktionen mit bedeutendem Holzanteil unter den nominierten Projekten.

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Von der Jury für den DGNB-Nachhaltigkeitspreis nominiert: Das Projekt wagnisART in München. Foto: Julia Knop, Hamburg

2016: Schmuttertal-Gymnasium erfolgreich

Bis zum 26. Mai konnten sich Bauherren, Architekten oder Nutzer bewerben, im Juli wurden die acht Nominierungen durch eine Jury vorgenommen. In der zweiten Stufe werden drei Finalisten gewählt, aus denen der Sieger ermittelt und auf "Deutschlands grünster Gala" im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages geehrt wird.

Im November 2016 war dies mit dem Schmuttertal-Gymnasium Diedorf ein Vorzeigeprojekt des Holzbaus aus der Augsburger Gegend. Unter den Augen von Nicolas Cage und den Fantastischen Vier wurde das von Florian Nagler Architekten und Architekten Hermann Kaufmann ZT entworfene Projekt von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und DGNB-Präsident Prof. Dr. Alexander Rudolphi ausgezeichnet.

2017: Münchener Projekt wagnsiART nominiert

Auch 2017 ist wieder ein bayerisches Projekt nominiert worden: Das genossenschaftliche Wohnbauprojekt wagnisART in München zeichnet sich nicht nur durch hervorragende ökologische Qualitäten aus (so erfüllt es den Passivhaus-Standard), sondern kann "in vieler Hinsicht als vorbildhaft und einmalig in Deutschland" bezeichnet werden: Die "Einbindung der zukünftigen Mieter in den Planungsprozess", die Gesamtanlage des Projekts als "Groß-WG" mit mehrgenerationen-geeigneten Wohneinheiten und die für die Gemeinschaft förderliche Anlage der Wohnblöcke um "Dorfplätze" konnten die Jury "von der besonderen Qualität der baulichen Anlage" überzeugen. Und, so die Jury weiter: Unter anderem durch die Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise "erfüllt es die Anforderungen einer zeitgemäßen Bauweise".

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Weitere nominierte Projekte mit Holzbeteiligung: Rathaus und Bürgersaal in Bissendorf geben der Gemeinde ein neues Zentrum (links; Foto: Christian Richters). Durch Baubuche konnte der Neubau der Firma elobau nicht nur besonders nachhaltig gestaltet werden; das moderne Material ist sparsam, ermöglicht hohe Spannweiten und ist auch ästhetisch besonders wertvoll. Der Bau- und Forstwirtschaft werde somit ein "neuer Weg als Adaption zum Klimawandel" gewiesen, so die Jury (rechtes Bild; Foto: Fotodesign Peters, Amerang).

 

Innovativer Firmenneubau aus Baubuche

Neben dem Projekt der ARGE bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten sind auch der Neubau des Werkzeugbauers elobau in Probstzella (Thüringen) und der Neubau von Rathaus und Bürgersaal unter dem Projekttitel "Bauen für die Gemeinschaft" in Bissendorf (Niedersachsen) als Gebäude mit bedeutendem Holzbestandteil nominiert worden. Beide zeichnen sich unter anderem hinsichtlich der ökologischen Verwendung regionaler Materialien aus. Büro und Produktionshalle der Firma elobau setzen hierfür übrigens "Baubuche", ein Furnierschichtholz aus Rotbuche, ein: Der üblichen Konstruktionsweise aus Nadelholz wird so eine Alternative entgegengestellt, die im Blick auf die klimawandelbedingten Strukturveränderungen der deutschen Wälder in besonderer Weise als nachhaltig erscheint.

Entscheidung im Winter

Ob sich eines der drei Objekte durchsetzen und die Erfolgsgeschichte des Holzbaus beim DGNB-Preis fortschreiben kann, wird sich am 8. Dezember zeigen: Die Entscheidung der Jury vom 25. September wird dann im Rahmen der Gala um die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises im MARITIM Hotel Düsseldorf bekanntgegeben.

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