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The Winner is ... Mehling & Wiesmann: Bayerische Buche ziert den Louvre – Bayerischer Exportpreis geht in den Spessart

"Trüffelbuche" oder "chocowood" heißen die Spitzenprodukte des Sägewerks Mehling und Wiesmann GmbH aus dem unterfränkischen Lohr am Main. Jahrzehntelange Familientradition und lokale, hochwertige Rohstoffe gehen in die Herstellung der Furnierhölzer ein, die im teuersten Londoner Wohnkomplex ebenso eingesetzt werden wie für Luxusyachten, Küchen in Asien oder demnächst auch den Louvre in Paris. Dafür erhielt das Unternehmen jetzt den Bayerischen Exportpreis in der Kategorie "Industrie". Und auch in der Kategorie Handwerk war dieses Jahr wieder eine Zimmerei erfolgreich.

Ausgezeichnete Produkte: "Golden Jerry", "Räuchereiche" und "Trüffelbuche" - für den internationalen Erfolg ihrer Furnierhölzer erhielt das Unternehmen aus dem Spessart den Bayerischen Exportpreis 2017 in der Kategorie "Industrie". Bilder: Mehling und Wiesmann/Bayerischer Exportpreis

Die spektakuläre Textur der Furnierhölzer wird durch spezielle Verfahren erreicht: "Trüffelbuche" etwa wird auf umweltverträgliche Art durch Pilze modifiziert, um die schönen Kontraste der natürlichen Holzstruktur herauszuarbeiten. "Schokonut"-Furniere, die im Innenausbau und etwa auch japanischen Designerküchen zum Einsatz kommen, werden durch ein extra entwickeltes Räucherverfahren hergestellt. Nach diversen Design-Awards finden nun auch die Juroren des Bayerischen Exportpreises: "In Nachhaltigkeit und Design unübertroffene" Produkte, eine Kombination aus jahrzehntelangem Know-How, regionalem Engagement und innovativer Verfahrenstechnik sind preiswürdig.

Mitglied im Kooperationsnetzwerk "Laubholz-Innovationsverbund"

Kreativ und erfolgreich nutzt das Unternehmen dabei die spezifischen Materialeigenschaften von Laubhölzern, deren Einsatz in der Holzwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mehling und Wiesmann ist auch Partner des "Laubholz-Innovationsverbunds", eines Projektes der Clusterinitiative innerhalb des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Der Erfolg zeigt: Die strategische Ausrichtung von Produktportfolios auf Laubhölzer minimiert - angesichts der sich abzeichnenden Veränderungen im Rundholzangebot (Clusterstudie 2015) - nicht nur unternehmerische Risiken, sie birgt auch große Marktpotentiale, von der alle Akteure der Wertschöpfungskette profitieren können.

Tradition & Innovation

Die Mischung aus Tradition und Innovation, die die bayerische Forst- und Holzwirtschaft auszeichnet, macht Produkte aus dem Freistaat schon seit vielen Jahren zunehmend zum Exportschlager. Das zeigt sich auch bei den Gewinnern des Bayerischen Exportpreises, einer in jährlichem Turnus verliehenen Auszeichnung des Bayerische Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags und der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Handwerkskammern. Die Initiatoren wollen zeigen: Der Wirtschaftsstandort Bayern ist innovativ - und auch Kleine und Mittlere Unternehmen aus Bayern sind deshalb am Weltmarkt erfolgreich.

Exportpreis für Hochseilgärten

So etwa auch die Kristallturm GmbH & Co. KG, ein Zimmerer-Unternehmen aus Lenggries, das modulare Hochseilgärten entworfen hat. 30 davon stehen mittlerweile in zehn verschiedenen Ländern, inzwischen hat Kristallturm eine eigene Niederlassung in den USA. Dafür erhielt das Unternehmen den Exportpreis 2017 in der Kategorie Handwerk, der schon vorher vier mal an Unternehmen aus der Branche gegangen war - zuletzt 2016 an die Schreinerei Eichinger.

Die Branche Forst und Holz beim Bayerischen Exportpreis

Der Bayerische Exportpreis wird seit 2007 jedes Jahr in den Kategorien Industrie, Dienstleistung, Handwerk und Handel an Kleine und Mittlere Unternehmen verliehen, die im Ausland erfolgreich sind. Neben einer Trophäe erhalten alle Preisträger ein professionelles Imagevideo - wertvolle Hilfe im Marketing und der Außendarstellung.

In der Kategorie "Handwerk" waren 2009, 2012, 2014 und 2016 Unternehmen aus der Branche oder mit Bezug zur Holzverarbeitung Preisträger: Innenausbau Reisinger (2009), Geigenbau Leonhardt (2012), die Hightech-Schreinerei Oberhaizinger in Marktl am Inn (2014) und die Schreinerei Eichinger (2016). 2015 gewann in der Kategorie Dienstleistung die Timber Concept GmbH. Die Kurzfilme können auf der Homepage des Exportpreises angesehen werden:

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