kleben+++ Kooperationsforum "Kleben von Holz und Holzwerkstoffen" +++ Anmeldung bis 14. Juni / Fachforum bis 24. Mai +++

Die Fichte ist der "Baum des Jahres 2017"

Berlin (HZBL) Die "Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung" hat die Fichte als Baum des Jahres 2017 ausgerufen. Damit wurde vom Kuratorium erstmals der wichtigste Holzlieferant in Deutschland gewürdigt. Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, begrüßt diese Entscheidung, sie schärfe den Blick für den Spagat, vor dem die Forstleute stehen: "Selbstverständlich wird sich an der Baumart Fichte gerieben, weil sie in der Vergangenheit zum Teil nicht an den richtigen Orten gepflanzt wurde. Die Fichte ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft, sie schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei, ist aber gleichzeitig vom Klimawandel bedroht."

Mit einem Anteil von 25% an der Waldfläche ist sie häufigste Baumart Deutschlands, wie keine andere Baumart polarisiert sie aber auch. Ihr Anbau wird unter Forstleuten, Waldbesitzern und Naturschützern seit Jahrzehnten stark diskutiert, nicht erst seit den Jahrhundertorkanen des Jahres 1990. Schirmbeck: "Wir dürfen die Fichte nicht verlieren, sondern müssen ihren Anteil dauerhaft auf geeigneten Standorten und in der Mischung mit anderen Baumarten sichern. Die Fichte ist eine Schlüsselbaumart."

Bild: Eva Tendler / proHolz Bayern

Wie die letzte Bundeswaldinventur und die Clusterstudie zeigen, hat die Fichte einen besonderen Schwerpunkt in Bayern. Auf einer Million Hektar, das sind rund 40 Prozent der Landesfläche, stehen fast 500 Millionen Festmeter Fichtenholz, das ist in etwa die Hälfte des stehenden Vorrates. Besonders viele Fichten stehen in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet, den Alpen und im Bayerischen Wald, aber auch in den vorgelagerten Mittelgebirgen und dem Flachland.

Fichtenbestände ohne Mischbaumarten insbesondere im niederschlagsärmeren Norden des Freistaats sind besonders von den Folgen des Klimawandels bedroht und werden sowohl im Staats- als auch im Privatwald systematisch in risikoärmere Mischwälder umgebaut. Mittelfristig wird daher der Anteil an Fichtenholz zurückgehen.

AGDW-Präsident Philipp zu Guttenberg kommentiert daher auch, dass die Vor- und Nachteile der Fichte offen diskutiert werden müssen, um sie in der Waldbewirtschaftung richtig einsetzen zu können. "Im Waldbau brauchen wir wieder eine ideologiefreie Debatte um Baumarten, dies gilt auch für klimaresistente Baumarten wie die Douglasie oder die Roteiche."


Bericht: Holz-Zentralblatt

Weitere Informationen

DruckenE-Mail

Nachrichtenticker

  • BDF ehrt "Bayerns grüne Krone"

    BDF ehrt (17. März 2017) — Der Frankenwald ist der Wald des Jahres 2017! Als erstes bayerisches Waldgebiet wurde die Natur- und Kulturlandschaft, die sich in Teilen auch auf Thüringen erstreckt, vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) ausgezeichnet. Damit honoriert der BDF seit sechs Jahren einen gelungenen Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Waldbewirtschaftung und Tourismus. Read More
  • Parlamentarisches Frühstück mit CSU-Fraktion

    Parlamentarisches Frühstück mit CSU-Fraktion Der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks traf sich am Mittwoch, 1. Februar 2017, zu einem parlamentarischen Frühstück mit der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. 25 Abgeordnete waren der Einladung gefolgt, darunter Erwin Huber (Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie), Angelika Schorer (Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und Emilia Müller (Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration). Read More
  • Wegweiser zum nachhaltigen Bauen

    Wegweiser zum nachhaltigen Bauen Nachhaltiges Bauen ist unkomplizierter, als es scheint: Peter Aicher, Präsident des Landesinnungsverbands des Bayerischen Zimmererhandwerks, klärt darüber in einer fünfteiligen Artikelserie allgemeinverständlich auf. Read More
  • Unser Wunschwald - gestalten Sie mit!

    Unser Wunschwald - gestalten Sie mit! Wie wünschen sich die Deutschen den Wald der Zukunft? Das fragt die weltweit größte Waldschutzorganisation PEFC - und lässt alle mit abstimmen: Auf www.wunschwald.com hat jeder die Möglichkeit, seinen Wunsch in einen (vorbildlich gepflegten) digitalen Wald zu posten. Unter den beliebtesten Wünschen werden attraktive Preise verlost. Die Aktion läuft bis zum 21. März, dem Tag des Waldes. Read More
  • Gesucht und gefunden: Ideen für eine biobasierte Zukunft

    Gesucht und gefunden: Ideen für eine biobasierte Zukunft Staatssekretär Pschierer zeichnet Gewinner des Wettbewerbs „PlanB – Biomasse.Business.Bayern“ aus Straubing, 30.01.2017 —Eine gute Geschäftsidee für eine Zukunft ohne Erdöl und eine Portion Motivation, diese in einen Geschäftsplan zu gießen – das sind die Hauptzutaten für Erfolg beim Businessplanwettbewerb „PlanB – Biomasse.Business.Bayern“. Der von der BioCampus Straubing GmbH zum zweiten Mal ausgerichtete Wettbewerb suchte nach den besten Geschäftsideen für eine biobasierte Zukunft. Die drei Gründer, die die PlanB-Jury mit ihrem Businessplan von ihrem grünen Erfolgsrezept überzeugen konnten, wurden am Montagabend im Rahmen eines großen Prämierungsevents vor 200 geladenen Gästen in der Sennebogen Akademie im Hafen Straubing-Sand ausgezeichnet. Read More
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Wir koordinieren

Logo proHolz Bayern

 

Logo meinWald

 

Partnernetzwerke

Logo Regionalinitiativen in Bayern

Wir sind Mitglied bei

Logo Cluster Offensive Bayern

 

Logo go-cluster

 

Logo Cluster Management Excellence

Logo Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan