2017 hat die Bundesregierung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Prozess der Charta für Holz zum zweiten Mal gestartet. Durch den Chartaprozess wird die Waldstrategie 2020 und der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung im Hinblick auf die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft weiterentwickelt und konkretisiert. Im Fokus der Charta für Holz 2.0 stehen der Erhalt und der Ausbau der Leistungen einer nachhaltigen, effizienten Holznutzung und langfristigen Verwendung zum Wohle von Klimaschutz und Wertschöpfung insbesondere in den ländlichen Räumen.


Clustersprecher Prof. Dr. Hubert Röder ist in der AG Bioökonomie
"Materialien und Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben erhebliche Vorteile im Bezug auf Klima- und Ressourcenschutz. Holzprodukte haben ein großes Potential, weil der Rohstoff nachhaltig in großen Mengen verfügbar ist."

Clustergeschäftsführer Dr. Jürgen Bauer ist in der AG Cluster Forst und Holz
"Eine effiziente Vernetzung der Cluster- und proHolz-Organisationen ist essentiell für die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Durch den Charta-Prozess  gewinnen diese Netzwerke an Bedeutung."

  • München: Exkursion Prinz-Eugen-Park
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München: Exkursion Prinz-Eugen-Park

Wann:
12. Juli 2019
Veranstalter:
Regionalinitiativen

 

Exkursion zu Deutschlands größter Holzbausiedlung Prinz-Eugen-Park in München

In München wächst derzeit Deutschlands größte Holzbausiedlung. Mit der ökologischen Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park will die Stadt München neue Maßstäbe in Sachen Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung setzen. In acht individuellen Holzbauprojekten entstehen in unterschiedlichen Gebäudetypen vom Atriumhaus bis zum Siebengeschosser rund 570 Wohnungen. Das Quartier soll Vorbildcharakter für ganz München haben – für Augsburg auch?

Mit ihren ambitionierten Zielen und in der geplanten Größe ist die Mustersiedlung bislang ein europaweiter einmaliger Vorreiter für nachhaltiges Bauen und ressourcenschonende Quartiersentwicklung. Um das zu ermöglichen, ist man in München ungewöhnliche Wege gegangen. Zum Beispiel wurden die Baugrundstücke in Konzeptausschreibungen vergeben, die nicht nur den Preis, sondern auch die Qualität des Konzepts berücksichtigen. Für die Mustersiedlung wurde für die Vergabeentscheidung das ökologische Kriterium „Einsatz nachwachsender Rohstoffe“ eingeführt. und zusätzlich mit einem eigenen Förderprogramm von der Stadt München gefördert. 

Showroom für vielfältige Holzbauvarianten

Die Mustersiedlung wird von privaten Baugemeinschaften, Baugenossenschaften sowie von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften GEWOFAG und GWG realisiert. Auf engem Raum finden sich daher Reihenhäuser und selbstgenutzte Eigentumswohnungen direkt neben mehrgeschossigen Wohnanlagen mit geförderten und frei finanzierten Mietwohnungen. Wer sich einen schnellen Überblick über die aktuellen technischen Möglichkeiten des Holzbaus in den diversen Variationen und Geschosshöhen verschaffen will, der findet mit einem Spaziergang durch die Mustersiedlung einen vielseitigen Showroom - zum Beispiel für die verschiedenen konstruktiven Möglichkeiten des Holzbaus.

Neben massiven Brettsperrholzkonstruktionen wurden unterschiedliche Typen von Hybridbauweisen realisiert. Die mehrgeschossigen Wohnhäuser sind teilweise in Stahlskelettbauweise mit Holzfassaden ausgeführt, oder die Fahrstuhlschächte und Treppenhäuser sind aus Brandschutzgründen aus Beton, während der Rest des Gebäudes aus Holz besteht. Je nach Gebäudetyp wurden so zwischen 100 und 280 kg nachwachsende Rohstoffe pro Quadratmeter verbaut.

Mitte 2019 werden die ersten Bauwerke fertiggestellt sein, bis 2020 soll die gesamte Mustersiedlung fertig sein. Derzeit sind im Bau noch viele konstruktive Elemente sichtbar, die im Rahmen der Exkursion vorgestellt werden. Im Rahmen der Exkursion haben Sie Gelegenheit zum Austausch mit Stadtplanung, Architekten und umsetzenden Holzbauunternehmen zu den technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der verschiedenen Projekte.

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