"Würzburger Erklärung": Fachverband Holzenergie stellt Strategiepapier vor

Würzburg, 28.09.2017: Klimaschutz, Wirtschaftswachstum und Chance für den ländlichen Raum: Dringender denn je muss die Notwendigkeit nachhaltiger Waldbewirtschaftung den politischen Entscheidern kommuniziert werden. Artur Auernhammer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für BioEnergie (BBE) und im September in den 19. Deutschen Bundestag gewählt, versprach auf dem 17. Fachkongress Holzenergie in Würzburg, sich dafür einzusetzen. Die im Rahmen der Tagung verabschiedete "Würzburger Erklärung" ist sich mit der Clusterstudie (2015) und der "Charta für Holz" (2017) einig: Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist unverzichtbar - überstürzte Eingriffe dagegen schaden Mensch und Natur.

Würzburg, 28.09.2017: Klimaschutz, Wirtschaftswachstum und Chance für den ländlichen Raum: Dringender denn je muss die Notwendigkeit nachhaltiger Waldbewirtschaftung den politischen Entscheidern kommuniziert werden. Artur Auernhammer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für BioEnergie (BBE) und im September in den 19. Deutschen Bundestag gewählt, versprach auf dem 17. Fachkongress Holzenergie in Würzburg, sich dafür einzusetzen. Die im Rahmen der Tagung verabschiedete "Würzburger Erklärung" ist sich mit der Clusterstudie (2015) und der "Charta für Holz" (2017) einig: Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist unverzichtbar - überstürzte Eingriffe dagegen schaden Mensch und Natur.

Drei Strategiepapiere

"Klimaschutz, Wirtschaftswachtum und Zukunftschance für Bayern und seinen ländlichen Raum"; "Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen." und "Holzenergie vereinigt Wirtschaftskraft, Klimaschutz und Stärkung des ländlichen Raums" - bei minimalen Unterschieden in der Formulierung besteht große Übereinstimmung auf inhaltlicher Ebene: Die drei Strategiepapiere Clusterstudie Forst Holz Papier in Bayern 2015, Charta für Holz 2.0 und jetzt auch die "Würzburger Erklärung" des Fachverbandes Holzenergie (FVH) demonstrieren die Einigkeit der Akteure im Cluster schon im Titel. Um die Potentiale auszunutzen, muss aber noch einiges geschehen - auch im Bereich Holzenergie, wie im Laufe des 17. Fachkongresses in Würzburg mehrfach festgestellt wurde.

charta grafik2 Clusterstudie 2015
In den Thesen und Forderungen ist sich die Branche einig: Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial sinnvoll und notwendig. Gut gemeinte, aber wenig durchdachte Maßnahmen helfen weder Mensch noch Natur.

Sechs Thesen

Die auf dem Kongress verabschiedete "Würzburger Erklärung" geht von sechs Grundsätzen aus:

  1. Das Potenzial der Holzenergie wächst mit der nachhaltigen Bewirtschaftung deutscher Wälder
  2. Die energetische Holznutzung gehört als integraler Bestandteil zur Forst- und Holzwirtschaft
  3. Nur mit Holzenergie gelingt auch die Wärmewende in Gewerbe und Industrie
  4. Holzenergie setzt Wirtschaftsimpulse und stärkt den ländlichen Raum
  5. Holzenergie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz
  6. Die energetische Nutzung von Holz in Deutschland ist naturverträglich

Dabei seien längst nicht alle Möglichkeiten ausgereizt - so könne etwa ein erheblicher Teil des Energiebedarfs mit Waldrestholz gedeckt werden, ohne die Grundsätze einer nachhaltigen Bewirtschaftung (des im Übrigen artenreichsten Waldes innerhalb der EU) zu verletzen; die mit dem Pariser Abkommen vereinbarten Klimaschutzziele können nur erreicht werden, wenn biogene Wertstoffe effizienter zur Bereitstellung von Prozessenergie in der Industrie genutzt werden (hier beträgt ihr Anteil erst vier Prozent); für strukturschwache Regionen stelle die Nutzung von Holz als Energiequelle eine bedeutende Chance dar - 45.000 Arbeitsplätze im Bereich der festen Biomasse in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache (Bayern ist mit 11.000 Beschäftigten im Jahr 2016 mit Abstand Spitzenreiter); und schließlich werden schon heute 14% der CO2-Emissionen durch Waldbewirtschaftung kompensiert - nicht durch naturbelassene Wälder: Nachhaltige Bewirtschaftung erhöht die klimarelevanten Einspareffekte, und die Behauptung, sie gehe auf Kosten der Biodiversität, ist nachweislich falsch.

200 Besucher

Die Konsequenzen dieser Thesen für die ökologische und technische Entwicklung der Branche und die notwendigen Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen wurden von über 200 Besuchern in Würzburg diskutiert. Grundsätzliche Verbesserungen des Marktumfelds für Holzenergieanlagen, die weitere Verminderung der Emissionswerte ebenso wie die Anpassung der Grenzwerte durch den Gesetzgeber und die Weiterentwicklung des gut funktionierenden Wirtschaftszweigs entgegen ideologischer Bestrebungen waren wichtige Themen - und der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer machte den Teilnehmern Mut: "Wir werden uns mit dem FVH dafür einsetzen, dass auch zukünftig die Holzenergie einen gewichtigen Betrag zur Wertschöpfung in Deutschland leisten wird!"

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