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wagnisART ausgezeichnet: DGNB-Preis geht an Münchner Holz-Hybridbau-Projekt

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnet bereits zum fünften Mal gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ein vorbildliches Architekturprojekt aus - und erneut ist ein Gebäude mit Holz-Beteiligung aus Bayern der Gewinner: Nachdem 2016 das Schmuttertal-Gymnasium den wichtigsten deutschen Preis für nachhaltiges Bauen entgegennahm, wurde 2017 das Münchner Projekt wagnisART prämiert.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnet bereits zum fünften Mal gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ein vorbildliches Architekturprojekt aus - und erneut ist ein Gebäude mit Holz-Beteiligung aus Bayern der Gewinner: Nachdem 2016 das Schmuttertal-Gymnasium den wichtigsten deutschen Preis für nachhaltiges Bauen entgegennahm, wurde 2017 das Münchner Projekt wagnisART prämiert.

v.l.: Marcus Herget (Geschäftsführender Vorstand DGNB), Rainer Hofmann (Geschäftsführender Gesellschafter bogevischs buero architekten & stadtplaner), Florian Otto (Partner bauchplan), Rut Gollan (Vorstand Wohnungsbaugenossenschaft wagnis eG), Walter Hable (Geschäftsführer SHAG Schindler Hable Architekten), Prof. Alexander Rudolphi (DGNB-Präsident). Foto: DGNB

Ensemble aus fünf Passivhäusern

wagnisART ist von der Konzeption bis zur Umsetzung ein ganz besonderes Projekt: Bereits in der Planungsphase wurden die zukünftogen Mieter mit einbezogen. Die Kombination aus privaten Wohneinheiten und gemeinschaftlichen Nutzungsräumen verleiht dem Projekt den Charakter einer 'Groß-WG', die sich in besonderer Weise für die Nutzung durch mehrere Generationen eignet. Die einzelnen Gebäude sind durch Brücken miteinander verbunden, die Innenhöfe mit Dorfplatz-Charakter umschließen.

Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise

Nachhaltig ist neben dem sozialen Konzept auch die Bauweise des Ensembles. Das zertifizierte Passivhaus weist einen geringen Wärmebedarf auf und ist in Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise errichtet. Die materiellen Komponenten des Baus sind Ergebnis einer ökologischen Lebenszyklusanalyse, die den Energieverbrauch des Gebäudes in allen Phasen der Erstellung, Nutzung und Entsorgung berücksichtigt. Mit der Wahl nachwachsender Rohstoffe wird nicht zuletzt die "graue Energie", die im Gebäude steckt, reduziert. Der Lehrstuhl für energieeffizientes Planen und Bauen der Technischen Universität München begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Städtebaupreis 2016, beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2017 in der Kategorie Partizipation und Planung, Anerkennung beim Deutschen Architekturpreis 2017 und Shortlist zum DAM Preis 2018: Nun ist das Projekt wagnisART auch mit dem DGNB-Preis Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet worden. Bilder: Udo Schindler / Schindler Architekten (links), DGNB (rechts)

wagnisART folgt Schmuttertal-Gymnasium

Der DGNB-Preis Nachhaltiges Bauen wurde im Rahmen der Gala zur Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises übergeben. In verschiedenen Kategorien wurden 2017 etwa die Deutsche Telekom AG, die Alfred Ritter GmbH & Co. KG, die Marke Andechser Natur und der Grüne Punkt ausgezeichnet. Am Bühnenprogramm waren bei Deutschlands nachhaltigster Gala-Veranstaltung unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Otto Waalkes und Sara Nuru beteiligt. Aber nicht nur hier befindet sich wagnisART in bester Gesellschaft: Auch der Vorjahressieger war ein hervorragendes Bauprojekt aus Bayern - das Schmuttertal-Gymnasium Diedorf. Bayerische Holzbau-Architektur ist zur Zeit auch auf Bundesebene das Maß aller Dinge.

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