KomSilva goes Interforst

Das Projekt KomSilva zeigt Präsenz auf der Internationalen Leitmesse der Forstbranche

Seit August 2017 engagiert sich die Bayerische Cluster-Initiative  Forst und Holz, gemeinsam mit drei weiteren Projektpartnern im bundesweiten Verbundprojekt KomSilva. Während der Interforst präsentierten die Projektpartner Ziele und Inhalte des Projekts in Vorträgen, Gesprächen und Sitzungen.

Auftakt im KWF Messeforum

Das vom KomSilva Team organisierte Programm „Erfolgreiche Waldbesitzeransprache – Strategien, Medien, Instrumente“ war eine der Auftaktveranstaltungen des KWF-Messeforums. Zahlreiche Besucher zeigten, dass die KomSilva Themen den Nerv der Branche treffen. Nancy Koller vom Lehrstuhl für Wald- und Umweltpolitik und Dr. Eva Tendler von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern stellten eingangs die Inhalte und Ziele des Projekts KomSilva vor. In Form eines Bühnengesprächs veranschaulichten sie die facettenreichen Aufgaben und Fragestellungen rund um das Projektthema „Entwicklung und Einsatz von Kommunikations- und Beratungshilfen für den Privat- und Kommunalwald zur Waldbesitzeransprache und zur Intensivierung der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit“.

KomSilvaForum 2018 InterforstDie volle Aufmerksamkeit der Zuhörer galt anschließend dem Erfahrungsbericht von Angelika Morgenroth, der 1. Vorsitzenden der WBV Bamberg. „Ich bin mir sicher, dass einige Forumsbesucher sich selbst im „Weg der WBV Bamberg“ wiedergefunden haben, aber auch neue Inspirationen mitnehmen konnten, z.B. in Sachen Waldbesitzerveranstaltungen.“ folgerte Marie-Sophie Schmidt von der KWF e.V., KomSilva Team und Mitorganisatorin der Veranstaltung.

Mit dem Titel „Skype statt Stau“ zog Dr. Sebastian Paar, Leiter des Bildungszentrums Laubau in Ruhpolding der BaySF die Zuhörer in seinen Bann. Echtzeitkommunikation über internetbasierte Medien wie Skype gehören bei der BaySF längst zum Alltag. Dabei werden unnötige Anfahrtswege und Arbeitsstunden eingespart sowie das Unfallrisiko für die Mitarbeiter reduziert. Das KomSilva Team prüft, wie weit in der digitalen Kommunikation Chancen für die Waldbesitzeransprache bestehen.

Im Live-Interview „Trends in der Massenkommunikation, Chancen für die Waldbesitzeransprache und Öffentlichkeitsarbeit“ befragte das Moderatorenduo Prof. Michael Suda und Dr. Anika Gaggermeier vom Lehrstuhl für Wald- und Umweltpolitik der TUM einen Kommunikationsexperten. Dr. Bernhard Goodwin, Geschäftsführer am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU erklärte, welche Rolle unterschiedliche Medien und Botschaften in der Öffentlichkeitsarbeit, Ansprache und Bindung von Waldbesitzern spielen.

Bereits im Vorfeld des Forums hatte das KomSilva Team den aktiven Austausch mit den Messebesuchern gesucht, die abschließende Podiumsdiskussion ergänzte diese Gespräche.

Talk auf der grünen Couch

Ein weiterer Höhepunkt der Messepräsenz von KomSilva fand Freitagvormittag statt. Zusammen mit Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes unterhielt sich Dr. Eva Tendler von der Clusterinitiative über „Herausforderungen und Veränderungen der Waldbewirtschaftung in Bayern“. Urban Treutlein vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten moderierte das Gespräch. Neue Formate der Waldbesitzeransprache, Zielgruppen wie Walderben und Waldbesitzerinnen, die Professionalisierung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse in Bayern sowie der am Tag zuvor unterzeichnete „Waldpakt“ waren nur einige der Themen auf der „Grünen Couch“.

Präsenz am KWF-Messestand

Auf dem Messestand der KWF e.V., Koordinationspartner des Projektes, bewies das KomSilva Projektteam mit der ersten Ausgabe vom „Leitfaden Waldbesitzeransprache und forstliche Öffentlichkeitsarbeit“ den Arbeitsfortschritt nach dem ersten von zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit. Der Leitfaden ist eines der Instrumente, die in KomSilva erarbeitet werden und ab Januar 2020 den forstlichen Akteuren in Deutschland, mit Fokus auf Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, kostenfrei zur Verfügung stehen.

Sitzung des Projektbeirates

Zusätzlich zu den öffentlichen Präsenzen standen für die Projektmitarbeiter mehrere interne Termine auf dem Messeprogramm. Am Donnerstag stellte sich das Team den Fragen und Anregungen des Projektbeirates, der die Ausrichtung und Realisierung der Projektziele im regelmäßigen Austausch mitbetreut. Termine mit Praxispartnern rund um die Messe sowie Arbeitstreffen komplettierten den Messeablauf.

Fazit

Das KomSilva Team zieht ein positives Resümee auf eine spannende und erfolgreiche Messepräsenz. Insbesondere der Austausch mit Gesprächspartnern aus ganz Deutschland fließt in den weiteren Projektfortschritt ein. Die zahlreichen Anregungen zeigen, wie sehr das Themenfeld der Waldbesitzeraktivierung den forstlichen Akteuren „unter den Nägeln“ brennt.

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