Wald und Holz 4.0 - ROSEWOOD B2B Event bringt Anbieter von Forstmanagement-Apps zusammen

Die Cluster-Initiative Forst und Holz Bayern und die baden-württembergische Schwesterinitiative Cluster-ProHolzBW luden gemeinsam mit dem europäischen ROSEWOOD Netzwerk für nachhaltige Holzmobilisierung Experten und Unternehmen ein, ihre Lösungen für die „Digitalisierung in der Forst- und Holzwirtschaft“  im Rahmen der ROSEWOOD B2B-Initiative vorzustellen. Insgesamt nahmen 38 Repräsentanten der Forstwirtschaft, darunter Start-Ups, etablierte Unternehmen, Förster und Waldbesitzer, an der B2B Veranstaltung am 22.11. im Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan teil.

(Im Bild: Daniel Ketzer, Quelle: proHolzBW )

Digitalisierung erleichtert Dokumenattion des Waldzustandes und die Waldbewirtschaftung

Zum Einstieg in das Thema digitale Wald- und Holzwirtschaft präsentierte Daniel Ketzer von der Steinbeis 2i GmbH, die das EU-Netzwerk ROSEWOOD koordiniert, die Ergebnisse der im Projekt erstellten Potenzialanalyse für nachhaltige Holzmobilisierung in der DACH-Region. „Die Aktivierung der Privatwaldbesitzer stellt insbesondere in Mitteleuropa eine Herausforderung dar. Hier können digitale Anwendungen und Plattformen, die eine kostengünstige und einfache Dokumentation des Waldzustandes sowie der Durchführung forstwirtschaftlicher Maßnahmen ermöglichen, einen großen Beitrag leisten“, so Ketzer bei der Veranstaltung. ROSEWOOD hat aus diesem Grund Leuchtturm-Initiativen, wie die Online-Plattform für Waldbesitzer „Wald-wird-mobil“ und ihr finnisches Pendant „Metsäfinn“ sowie das französische Projekt „La forêt bouge“ in die Liste der vom Netzwerk ausgewählten „Best Practices“ aufgenommen. Insgesamt 17 Projekte sind unter dem Schlagwort Digitalisierung in der Best Practice-Bibliothek des Projekts, dem ROSEWOOD Map Viewer, zu finden.

Wachsender Markt und Bedarf an Wissenstransfer und Schnittstellen

Dass das digitale Angebot für den Forst- und Holzbereich jedoch bereits weiter gediehen ist, zeigten die anschließenden Vorstellungen und Pitches von Smartphone-Apps zur Unterstützung der Waldinventarisierung und anderer digitaler Tools, von mobilen 3D-Baumbestand Scannern bis hin zum GPS-Tracking von Holzstämmen. „Die Zeiten, in denen der Förster mit Block und Stift durch den Wald ging, sind definitiv vorbei. Der Markt der Anwendungen, die eine digitale Erfassung des Waldes sogar via Smartphone ermöglichen, wächst stetig. Damit deren Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, bedarf es insbesondere des Wissenstransfer und der Entwicklung von Schnittstellen zwischen den einzelnen Lösungen“, erklärt Dr. Jürgen Bauer vom Cluster Forst und Holz Bayern seine Sicht auf die Digitalisierung in der Branche. „Wenn es gelingt, die gesamte Holz-Wertschöpfungskette digital zusammenzuführen, erreichen wir in der Tat eine Waldwirtschaft 4.0“, so Dr. Bauer.

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(Die Seminarteilnehmer, Quelle: proHolz BW)

Nachfolgeprojekt Rosewood 4.0

Das ROSEWOOD B2B Event bot den Raum für den Austausch von Ideen und die Anbahnung von Geschäftskooperationen, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Im Nachfolgeprojekt ROSEWOOD4.0, das im Januar 2020 startet und das ROSEWOOD Netzwerk von 10 auf 18 Europäische Länder ausbaut, wird überdies die Digitalisierung besonders im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung in der europäischen Holz- und Forstbranche zu fördern.    

Im Rahmen des ROSEWOOD B2B Events stellten folgende Unternehmen respektive Institutionen Ihre Anwendungen vor:

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