Kamera an! FV Niederbayern trifft sich virtuell

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Niederbayern (FVN) antwortet auf die Einschränkungen während der Corona-Zeit mit innovativer Tatkraft: Am 13.5.2020 fand die erste Videokonferenz mit 16 Mitgliedsorganisationen unter der Leitung von Vorsitzendem Georg Huber statt.

 In der Vergangenheit trafen sich der Dachverband und seine 19 angegliederten Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse regelmäßig im großen Kreis zum Austausch aktueller Fragestellungen im niederbayerischen Rottersdorf. Themen und Problemstellungen für eine solche große Runde gäbe es aktuell auch zu Genüge: Nach fünf Kalamitätsjahren in Folge sind die brennenden Dauerthemen Borkenkäfer und Dürre, Sturm und sinkende Holzpreise. Themen, die nicht nur die zu beratenden Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen frustrieren. Auch für die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen ist die gesamte Situation eine harte Belastungsprobe. Und eine tragende Rolle bei der Bewältigung dieser Themen spielen der fachliche und persönliche Austausch, ob mit dem eigenen Team, den Waldbesitzenden oder Verbandskollegen.

Um diesen Austausch wieder zu ermöglichen, griff Geschäftsführer Bernhard Bielmeier gern auf moderne Kommunikationstechnik zurück. Aber nicht jeder wünscht sich in Zeiten hoher Arbeitsbelastung „on top“ eine Einarbeitung in ungewohnte Computerprogramme. Außerdem sind „Die ersten Male schon etwas merkwürdig, neben den anderen Teilnehmern sieht man auch sich selbst die ganze Zeit am Bildschirm… wer schaut schon so lange in einen Spiegel?“, erklärte Bielmeier. Doch das ungewohnte Gefühl legte sich von Mal zu Mal und die Vorteile überwogen rasch die Hemmnisse.

Auch half die positive Zusammenarbeit der FVN mit dem Kommunikationsprojekt „KomSilva“, die Entscheidung der Einführung eines neuen Kommunikationsmediums zu treffen. Das Erfolgsrezept hierbei: Mitarbeiter und externe Experten bilden eine solide, gut funktionierende Einheit. Die Strategie, die Mitgliedsorganisationen langsam an das Medium „Videokonferenz“ heranzuführen, ging gut auf. Nachdem die Infrastruktur stand, führte das Team aus Bernhard Bielmeier, Alexandra Rockstedt und Kommunikationsexpertin Nancy Koller ein eigens erstelltes Einführungsseminar und kleine Testmeetings durch. Am Ende stand die Kür: Eine etwa zweieinhalbstündige Videokonferenz mit den 27 Geschäftsführenden und Vorstandmitgliedern! Diese lief trotz kleinerer technischer Pannen schon ziemlich gut; kleinere Fauxpax, wie Sprechen bei noch ausgeschaltetem Mikrofon, nahmen die Teilnehmenden trotz der ernsten Themen mit Geduld und Humor. Insgesamt war eine Erleichterung, sich wieder auszutauschen, spürbar.

Georg Huber lobte die Bereitschaft ein weiteres Kommunikationsmittel zu nutzen: dieses sei ein hilfreiches Werkzeug, wenn eine größere Anzahl von Personen sich nicht treffen könne. Aber zukünftig alle Treffen durch Videokonferenzen zu ersetzen schloss er direkt aus: „Videokonferenzen werden persönliche Treffen nicht ersetzen! Das persönliche Gespräch wird immer das wichtigste Kommunikationsmittel bleiben“. Wie einige Teilnehmer berichteten, habe das Wegfallen der Anfahrt die Entscheidung zur Teilnahme an der Videokonferenz mit beeinflusst. So ließen sich schließlich für manche viele Stunden und Kilometer sparen. Und Bernhard Bielmeier konnte sich auch vorstellen „Videokonferenzen auch zukünftig als ergänzendes Mittel für besondere Anliegen“ durchzuführen, auch wenn Corona dann hoffentlich auf der Liste der gemeisterten Herausforderungen abgehakt sei.

 

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 Bild: Konferenz mit 1. Vorsitzender Georg Huber,  Nancy Koller und Alexandra Rockstedt und Geschäftsführer

Bernhard Bielmeier:  „Es war so schön, nach der langen Zeit mit ausschließlich Telefonkontakt, wieder ein

paar Gesichter zu sehen“!

 

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