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Netzwerk Holzbau Bayern – Interview mit Markus Blenk, Cluster-Initiative Forst und Holz, und Alexander Gumpp, GF der Gumpp & Maier GmbH

Sie ist endlich da: Die Anlaufstelle für sämtliche Netzwerkvorhaben im bayerischen Holzbau

Markus Blenk leitet in der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern den neuen Geschäftsbereich "Bauen mit Holz". Die Aktivitäten bringen nicht nur der Holzbau-Branche einen Mehrwert, sondern haben Vorteile für jeden einzelnen. Alexander Gumpp, Geschäftsführer der Gumpp & Maier GmbH, ist Vordenker und Unterstützer des neu gegründeten Netzwerk Holzbau Bayern.

Wolfgang Mai sprach mit beiden über die Hintergründe.

Alexander GumppMarkus Blenk
Alexander Gumpp, Geschäftsführer der Gumpp & Maier GmbH und Markus Blenk, Leitung Geschäftsbereich 'Bauen mit Holz' der Cluster-Initiative Forst und Holz

1) Herr Gumpp, Sie unterstützen das neu gegründete Netzwerk Holzbau Bayern. Was sind Ihre Beweggründe und welche Vision haben Sie für den Holzbau?

Der Holzbau hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt - insbesondere was praxistaugliche Lösungen für das Bauen im Bestand, aber auch z.B. im Objektbau betrifft. Erfolgreiche Projekte haben auch zu diesem Erfolg beigetragen. Derartige Vorhaben entstehen aber in der Regel zufällig und werden oft von den gleichen Personen umgesetzt. Was wir brauchen ist eine noch bessere Abstimmung der Aktivitäten rund um den Holzbau sowie die Einbindung weiterer Partner. Mit dieser neuen Plattform ist die Möglichkeit für ein gebündeltes und abgestimmtes Handeln für eine Weiterentwicklung des Holzbaus gegeben.
Meine Vision: Bayern soll beim "Bauen mit Holz" dauerhaft eine führende Rolle in Europa einnehmen. Dazu sind Forschung und Praxis im Cluster eng vernetzt und arbeiten gemeinsam und systematisch in Projekten zusammen. Durch ein abgestimmtes Handeln wird die Holzverwendung voran gebracht - in allen drei Ebenen: regional, landes- und bundesweit!

2) Herr Blenk, Sie haben den neuen Geschäftsbereich "Bauen mit Holz" in der Cluster-Initiative aufgebaut. Welche laufenden Aktivitäten gibt es?

Im Kern geht es darum, gemeinsam zu erarbeiten, was die Branche tun kann, um das "Bauen mit Holz" in Qualität und Quantität zu befördern.
Um diese Frage zu beantworten haben wir das "Netzwerk-Holzbau-Bayern" gegründet. Gemeinsam arbeiten Holzbaubetriebe, Planer und Forscher an einer abgestimmten Strategie und Lösungen für die aktuellen Herausforderungen.
Meine Aufgabe ist es, unsere Netzwerkpartner zusammenzubringen, zu moderieren und abgestimmte Gemeinschaftsprojekte zu starten.

3) Herr Gumpp, aber braucht es denn dazu wirklich wieder ein neues Netzwerk?

Ja! Hier geht es nicht darum, "noch ein Netzwerk" zu schaffen, sondern dem Thema eine Plattform zu bieten - in enger Abstimmung mit den bestehenden Netzwerken. Fest steht: Innovationen und Wissenszuwachs können nur über intensive Aus- und Fortbildung, sowie über Forschung & Entwicklung erzielt werden. Firmen alleine können diese Aufgaben nicht bewältigen. Nur ein funktionierendes Miteinander aus Verbänden, Normungseinrichtungen, Lehr-, Bildungs- und Forschungsinstitutionen kann hier erfolgreich aktiv sein. In Verbindung mit professionellem Marketing und einer starken Lobby ist es möglich, modernste Technologien und Kompetenzen für den Holzbau zu entwickeln.

4) Herr Blenk, welche Ergebnisse haben Sie bisher und wie geht es weiter?

Ein erster Ansatz ergab sich in der Verbesserung des Bauablaufes. Um diesen zu optimieren, soll er untersucht, beschrieben und mit den gängigen Prozessen etwa der Massivbauwirtschaft verglichen werden. Ein entsprechender Forschungsantrag wurde bereits erarbeitet.
Aber das ist nur der Anfang: bis Ende 2013 wird ein mit der Branche abgestimmter Businessplan mit den wichtigsten Aktivitäten entwickelt. Das Papier soll für die Branche, die Cluster-Initiative und die Politik eine Orientierungshilfe für künftige Aktivitäten darstellen sowie eine Grundlage zur Entwicklung einer Projekt- und Innovationskultur sein.
So können beispielsweise zentrale Herausforderungen für den Holzbau wie etwa der Fachkräftenachwuchs, die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit oder die Entwicklung von Produkten auf der Grundlage von Laubholz gemeinsam angegangen werden.
Inhaltlich gefüllt wird der Businessplan mit dem Wissen der Meinungsführer und Entscheider im Holzbau. Diese Befragungen führe ich derzeit durch. In einem weiteren Treffen des "Netzwerkes Holzbau Bayern" im Juli 2013 werde ich dann die Themen vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren. Dann werden die Ergebnisse bewertet und die Umsetzung ausgewählter Projekte bzw. Maßnahmen beschlossen.
Wichtig ist uns vor allem nicht nur auf dem Papier etwas zu entwickeln. Es muss sich zeitnah ein Mehrwert ergeben, der für die Praxis anwendungsgerecht aufbereitet ist.

5) Herr Gumpp, worin liegen die Vorteile einer Beteiligung?

Wer sich im offenen Netzwerk einbringt, profitiert vom Wissensvorsprung, dem vereinfachten Zugang zu Fördermitteln oder der in der Zusammenarbeit vereinfachten und zügigen Umsetzung der Ergebnisse.

6) Herr Blenk, an wen können sich interessierte Holzbaubetriebe wenden?

Ein Netzwerk lebt natürlich von der aktiven Beteiligung vieler Akteure. Es freut mich sehr, dass bisher ein gutes Dutzend Experten im Netzwerk aktiv sind. Weitere Akteure, die gerne von einer Zusammenarbeit im Team und zukunftsrelevanten Projekten profitieren möchten, sind herzlich eingeladen. Schreiben Sie mich direkt an, ich gebe gerne Auskunft: blenk@cluster-forstholzbayern.de

Markus Blenk – Ihr Ansprechpartner für Netzwerkvorhaben beim Bauen mit Holz in Bayern

Markus Blenk
Leitung Geschäftsbereich "Bauen mit Holz"
Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH
Am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1
85354 Freising
Tel.: 08161/715148; mobil: 0162/4261892
Fax: 08161/715996
E-mail: blenk@cluster-forstholzbayern.de
Homepage: www.cluster-forstholzbayern.de

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Menschen

  • Im Gespräch mit Alexander Bogner

    Im Gespräch mit Alexander Bogner Alexander Bogner ist „der Neue“ , seit dem 1. Januar leitet der Kommunikationsprofi proHolz Bayern. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in München war jahrelang  als PR- und Kommunikationsberater in verschiedenen Agenturen tätig.  Er ist Experte für strategische Kommunikation und Kampagnenmanagement. Sein Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung der Forst- und Holzbranche zu stärken. Holzbau in Verbindung mit der in Bayern betriebenen nachhaltigen Waldwirtschaft ist für ihn aktiver Ressourcen- und Klimaschutz. Er wird neue Akzente setzen, wie und wo Forst- und Holz-Geschichten erzählt werden, und wird die Social-Media-Kanäle weiterentwickeln.   Herr Bogner, wie ist es dazu gekommen? Nach über 15 Jahren Agenturarbeit und knapp 1,5 Jahren Pandemie hatte ich große Lust, mich beruflich zu verändern. Allerdings war es nicht leicht, etwas zu finden, womit ich mich zu 100% identifizieren kann und was meinen Wunsch nach Sinnhaftigkeit erfüllt. Das war dann auch die erste und einzige Bewerbung die ich losgeschickt habe. Und jetzt bin ich da.   Mit welchen Erwartungen gehen Sie an Ihre neue Aufgabe heran? Ich freue mich darauf, viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen, die die Liebe zum Wald und dem wunderbaren Rohstoff Holz vereint. Gleichzeitig mache ich mir keine Illusion darüber, dass die Waldbewirtschaftung außerhalb der Branche auch kritisch gesehen wird, nicht zuletzt aufgrund unwissenschaftlicher und arg eindimensionaler Argumentationen. Hier herrscht noch hoher Aufklärungs- und Informationsbedarf in der breiten Öffentlichkeit.   Haben Sie schon etwas über die Forst- und Holzbranche erfahren, was Sie nicht wussten bzw. Sie überrascht hat? In der Tat war ich etwas überrascht davon, wie viele Institutionen und Organisationen im deutschsprachigen Raum zum Klimawald, zum Waldumbau und zum Holzbau und der Holznutzung forschen. Das war mir vorher nicht so bewusst. Hier sehe ich ein großes Potenzial im Wissenstransfer in die Politik und Gesellschaft. Jetzt freue ich mich riesig auf das Kennenlernen mit den Branchenakteuren und das gemeinsame Arbeiten. Ich lade alle Interessierte ein, mit uns Kontakt aufzunehmen Read More
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