Holzbauten 21 Meter hoch?

Die Arbeitsgruppen der vo m Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten "Charta für Holz 2.0" haben Empfehlungen für Wirtschaft, Politik und Verwaltung erarbeitet. Darunter: Das mehrgeschossige Bauen mit Holz soll vereinfacht und der Transport von Rundholz effektiver gestaltet werden.

Hintergrund für die Empfehlungen zum Holzbau ist ein Ende September 2019 von den Bauministern der Länder gefasster Beschluss, das umwelt- und klimafreundliche Bauen mit Holz in allen Gebäudeklassen und damit bis zu einer Höhe von 21 (statt bisher 13) Metern zu ermöglichen. Die Arbeitsgruppe „Bauen mit Holz in Stadt und Land“ hat dazu Empfehlungen zur Änderung der Musterbauverordnung und zu deren Umsetzung im Landesbaurecht vorgelegt. Bislang wurden Planung und Bau mehrgeschossiger Wohngebäude aus Holz im Vergleich zu konventionellen Bauten oftmals aufgrund nicht mehr zeitgemäßer Brandschutzanforderungen erschwert. Eine Reihe von Bundesländern hat diese Hemmnisse bereits erkannt und Anpassungen im Landesbaurecht vorgenommen, andere sind dabei, die Beschlüsse der Bauministerkonferenz aufzugreifen. Mit den Empfehlungen stellt die Arbeitsgruppe ein dem aktuellen Stand von Wissen und Technik entsprechendes Muster für die angestrebte Harmonisierung des Bauordnungsrechts zur Verfügung, um das klimafreundliche Bauen mit Holz den konventionellen Bauweisen gleichzustellen.

Die Arbeitsgruppe „Material- und Ressourceneffizienz“ befasste sich mit zunehmenden Engpässen im Transport von Rundhölzern aufgrund von Fachkräftemangel und vermehrtem Holzaufkommen nach Schadensereignissen wie Stürmen, Dürre oder Borkenkäferbefall. In ihren Empfehlungen zur „Verbesserung der Effizienz beim Transport von Rundholz" rät sie unter anderem, die Nutzlasten der Rundholztransporter bei großen Schadholzmengen zu erhöhen und die Transportzeiten auf Sonn-und Feiertage auszudehnen. Außerdem empfiehlt sie die flächendeckende Übermittlung der Lieferscheine in digitaler Form. Durch geschickte Auftragskombinationen können Leerfahrten vermieden und mit vermehrtem Holztransport auf der Schiene nach Einrichten öffentlicher Verladestellen in der Nähe großer Waldgebiete die CO2-Emissionen beim Transport gesenkt werden. Mit reduzierten Fahrzeiten bei angemessener Entlohnung sollen zudem mehr Berufskraftfahrer*innen als Fachkräfte für den Rundholztransport gewonnen werden.

 

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