Studentenworkshop regionale Holzketten

Eine Exkursion mit Studierenden aus europäischen Ländern führte sie nach einem Workshop in der Technischen Hochschule Rosenheim in den Forst, ein Sägewerk und einen Holzbaubetrieb. Der Verein „Wir bauen auf heimisches Holz e.V.“ investiert so in die Bildung des Nachwuchses der Forst- und Holzbranche.

Die InterFOB ist ein jährlich stattfindendes Treffen europäischer Studierender der Forst- und Holzwirtschaft. Jedes Jahr findet sie in einem anderen europäischen Gastland statt und wird von den Studierenden der austragenden Hochschulen organisiert. Dieses Jahr waren die Studierenden der Technischen Hochschule Rosenheim die Organisatoren der Veranstaltung, die vom 16.-21. Oktober 2022 im Voralpenland stattfand. Am Mittwoch, den 19. Oktober 2022 hat der Verein „Wir bauen auf heimisches Holz e.V.“ mit 42 Studierenden das Thema Regionalität diskutiert.

 

Workshop „Aus Europa für unsere Region gedacht“

Einen Vormittag lang erarbeiteten die Studierenden in kleinen Gruppen Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Akteure der regionalen Wertschöpfungskette. Unter der Leitung der Vereins-Vorsitzenden Jorun Klinger-Illner und Vereins-Mitglied Forstingenieurin Nancy Koller konnten die Studierenden Ideen austauschen und Erfahrungen aus ihren Ländern einbringen. Für Studierende, die aus Finnland kommen, wo Waldflächen nur in Tausenden von Hektar gerechnet werden und das kleinste Sägewerk immer noch zigfach so viel einschneidet, wie ein südostoberbayerisches kleines Sägewerk, war der Austausch sehr beeindruckend. Im zweiten Schritt ging es darum eine Vision zu erarbeiten, welche die Möglichkeiten vom Forst über die Sägewerke und Holzbaubetriebe bis zur Planung und Umsetzung in den Gemeinden verstärkt.

Neben spannenden Visionen wie einem „Wood-bay“, Marktplatz für regionale Wald- und Holzprodukte in Form einer digitalen Plattform, benannten die Studierenden die Themen Entwicklung zertifizierter Marken, Attraktivitätssteigerung regionaler Arbeitsplätze und Prozessoptimierung im Bereich technischer Strukturierungen. Ganz vorne und vielfach genannt stand die Zusammenarbeit auf vertrauensvoller Basis in der Region und die Bedeutung gemeinsamer, transparenter Kommunikation zur vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufe. Gefolgt von gemeinsamen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Forst-Holz-Branche, sowie die Information der Öffentlichkeit, dass eine aktive Forstwirtschaft und das Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz sind.

regionale holzkette workshop

Europäische Studierende entwickeln Ideen zur Regionalen Wertschöpfung. Mit diesem Workshop investiert der Verein „Wir bauen auf heimisches Holz e.V.“ in die Bildung des Nachwuchses der Forst- und Holzbranche.

 

Wald, Sägewerk und Holzbaubetrieb beeindrucken Studierende

Am Nachmittag gab es für die Studierenden tiefe Einblicke in die regionale Praxis. Ein Besuch im Wald bei Rohrdorf zeigte den Beginn der Wertschöpfungskette. Die „Produktions-Fabrik“ Wald wurde den Studierenden von Vereins-Vorstandsmitglied Georg Höhensteiger, 1. Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Rosenheim w.V., erklärt: „Wir im Forst kümmern uns um die Pflege des Waldes sowie eine gesunde Forstwirtschaft mit Fällen von Bäumen, die eine weitere Nutzung als z. B. Bauholz bieten und den jungen Bäumen so am Boden wieder Licht geben können. Nur so kann eine dauerhafte Erhaltung des Waldes funktionieren.“

Im zweiten Schritt ging es nach Nussdorf in das Sägewerk von Vereins-Gründungsmitglied Wolfgang Dettendorfer. Beeindruckend für die Studierenden war, wie das Rundholz durch die Gattersäge läuft und in Form von Brettern oder Balken seinen weiteren Weg findet. Hier entsteht Schnittholz aus der Region für die Region. Vor allem Fichte wird als Bauholz, Schalung oder Latten erzeugt.

Der Weg des Bauholzes geht in eine Zimmerei bzw. einen Holzbaubetrieb in Bad Feilnbach, was die letzte Station der Exkursion war. Vereinsmitglied und Firmenchef Franz Eder zeigte in seinem Betrieb Eder Holzbau, wie durch einen hohen Vorfertigungsgrad die Montagezeiten auf der Baustelle extrem verkürzt werden können. Als Holzrahmenbau, Holzskelettbau oder Bauten mit einer leimfreien Massivholzwand, werden Großprojekte wie Kindergärten, Schulen und weitere Objekt- und Spezialbauten in kürzester Zeit passgenau auf der Baustelle montiert.

 

Voller Ideen kehren die Studierenden nach einer spannenden Exkursion zurück nach ganz Europa und stärken so den Wissenstransfer und die Vernetzung in der Forst- und Holzwirtschaft.

 

internationale studentengruppe

Auf dem jährlich stattfindenden Treffen europäischer Studierender der Forst- und Holzwirtschaft (InterFOB), dieses Jahr von der TH Rosenheim organisiert, tauscht die junge Generation ihr Knowhow und formt ihr Netzwerk der Zukunft.

 

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