Die letzte Bundeswaldinventur weist weiter gestiegene Holzvorräte im Kleinprivatwald bis 20 ha aus. Damit liegt bei den bayerischen Waldbesitzern ein erhebliches Klimaschutz-potenzial, denn Waldpflege und nachfolgende intelligente Holznutzung ist im Hinblick auf den Klimaschutz einer Nichtnutzung eindeutig überlegen.Für die Kommunikation mit den privaten Waldbesitzern ist es daher zunehmend wichtig, die gesellschaftliche und ökologische Reichweite einer aktiven Bewirtschaftung zu verdeutlichen. Jeder Waldbesitzer, aber auch die Verantwortlichen für Kommunal-, Körperschafts- und Staatswälder haben die Stellschrauben für eine möglichst hohe Klimaschutzleistung durch eine gesteigerte Holzverwendung und die damit einhergehende Energie-Einsparung und Substitution anderer Bau- und Werkstoffe in der Hand.
Die Aktivierung der Waldbesitzer zu einer kontinuierlichen und nachhaltigen Waldpflege ist daher eine Gemeinschaftsaufgabe aller Beteiligten im Cluster Forst, Holz und Papier. Daher arbeiten unter dem Dach der Initiative "mein Wald", koordiniert von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, seit 2014 der Freistaat Bayern, Vertreter der Verbände, der Berufsgenossenschaft und aus Wissenschaft und Praxis an Konzepten für eine gezielte Kommunikation mit den Waldbesitzern. Lesen Sie hierzu mehr im aktuellen Interview mit Ministerialrat Urban Treutlein vom Bayerischen Forstministerium.
Ich wünsche Ihnen sommerliche Lesefreuden,
Ihr Gerd Wegener
Ministerialrat Urban Treutlein ist am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Referatsleiter für den Privat- und Körperschaftswald zuständig.