Wohnraum ist knapp und zunehmend teuer in Bayern, speziell in den Ballungsgebieten. Durch das geringe Angebot an sozial-gebundenem Wohnraum in vielen Kommunen sowie steigende Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen wird es für einkommensschwächere Bevölkerungs-gruppen immer schwerer, angemessenen Wohnraum zu finden. Aus diesem Grund will die bayerische Staatsregierung durch den Wohnungspakt Bayern 28.000 neue Mietwohneinheiten fördern. 2,6 Milliarden Euro an Bundes- und Landesmittel stehen dafür zur Verfügung und sollen für die drei Säulen Sofortprogramm, kommunales Förderprogramm und staatliche Sozialwohnraumförderung aufgewendet werden. Bei Wohnungsbaukonferenzen in allen Regierungsbezirken wurde und wird das Programm vorgestellt und diskutiert. Die Heraus-forderungen bezüglich Energieeffizienz und demographischem Wandel führen beim bestehenden Wohnraum zu einem erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf. Im 10.000 Häuser-Programm des bayerischen Wirtschaftsministeriums werden die Fördermöglichkeiten des Bundes aufgestockt und das effiziente Dämmen und Heizen von neuartigem Wohnraum gefördert. Obwohl das Programm nicht auf Bauen mit Holz ausgelegt ist, gibt es Möglichkeiten, den Holzeinsatz zu fördern.Für die aktuellen Themen Klimaschutz, nachhaltiges und energieeffizientes Bauen sowie schnellen Wohnraum für Flüchtlinge können unsere Akteure aus dem Cluster Forst und Holz wichtige Partner der Politik auf allen Ebenen sein und sach- und zukunftsgerechte Lösungen anbieten. Von einem überzeugenden Beispiel, schnell und erfolgreich dauerhaften und bezahlbaren Wohnraum in Holzbauweise zu schaffen, erfahren Sie im nachfolgenden Interview, das Stefan Torno mit dem GWG-Geschäftsführer Günther Riebel geführt hat.
Ich wünsche wie immer viel Freude beim Lesen des Newsletters, eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, in der wir angesichts der aktuellen Situation in besonderer Weise an die Herbergssuche von Maria und Josef erinnert werden.
Ihr Gerd Wegener
Aufgrund des Bevölkerungswachstums in den Städten und der steigenden Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen wird dringend und kurzfristig zusätzlicher Wohnraum benötigt. Die Gesellschaft für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung der Stadt Königsbrunn mbH (GWG) hat in diesem Zusammenhang auf einem unbebauten Grundstück südlich von Augsburg acht Fertighäuser in Holzbauweise bereitgestellt, welche Wohnraum für 116 Asylbewerber bieten werden.