Fast viertausend bayerische Familien entscheiden sich mittlerweile alljährlich für den Bau eines Holzhauses. Sie schenken damit einem zeitgemäßen, natürlichen Baumaterial ihr Vertrauen und leisten zugleich einen wertvollen und wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bauen mit Holz trägt aber auch zur Zukunftssicherung der nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft bei und stärkt die ländlichen Räume in Bayern. Im Einfamilienhaus-Bereich haben sich Holzbauten mit einem aktuellen Marktanteil von 19 Prozent erfolgreich etabliert und die Branche glänzt durch ein jährliches Umsatzwachstum von über zehn Prozent. Deutschlandweit wird fast jedes vierte Holzhaus in Bayern errichtet und Bauen mit Holz wird auch im urbanen Raum immer attraktiver. Solider Sozialwohnungsbau, Aufstockungen, Renovierung und Sanierung sind darüber hinaus dem Baustoff Holz "auf den Leib geschneidert". Insgesamt konnten die Unternehmen des Clusters Forst, Holz und Papier ihren Umsatz seit 2005 um über acht Milliarden Euro steigern. Zu dieser positiven Entwicklung hat sicher auch die Imagearbeit unseres aktiven Branchennetzwerks proHolz Bayern beigetragen.Beeindruckende Zahlen, Fakten und Entwicklungen wurden in der zweiten Clusterstudie Forst, Holz Papier dokumentiert und analysiert, die Staatsminister Helmut Brunner am 22. Februar in München aus den Händen der Clusterinitiative und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft sowie der Knauf Consulting GbR entgegennehmen konnte. In der Studie werden alle Branchen des Clusters detailliert beleuchtet und mit der Agenda Forst und Holz in Bayern 2030 Ziele und Handlungsfelder zur Sicherung der positiven Entwicklung dargestellt. Das gemeinsame "Anpacken" ist damit Auftrag und Herausforderung, das sich für die Branche sicher lohnt.
Neben der stofflichen Verwendung hat Holz auch als wichtigster erneuerbarer Energieträger in Bayern zum erfreulichen Aufschwung unseres Clusters beigetragen. Daher haben wir im aktuellen Interview Martin Bentele, den Geschäftsführer des Deutschen Energieholz und Pellet-Verbands e.V. (DEPV), um eine aktuelle Einschätzung des Energieholzmarktes gebeten.
Nehmen Sie sich die Zeit, den Newsletter und die kompakte Clusterstudie zu lesen (Download: www.clusterstudie-bayern.de). Ich verspreche Ihnen eine informative und spannende Lektüre.
Ihr Gerd Wegener
Die Dynamik am Pelletmarkt ist in letzter Zeit ins Stocken geraten. Dazu wurde die Branche durch die Insolvenz von German Pellets, dem größten Produzenten aufgeschreckt. proHolz Bayern hat den Geschäftsführer des Deutschen Energieholz und Pellet-Verbands e.V. (DEPV) Martin Bentele zum Interview gebeten.