4.996 Ein- und Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise wurden 2015 in Bayern genehmigt. In diesem Frühindikator des statistischen Landesamts steckt ein neuer Rekord in der Bereitschaft zum Holzbau. Bei den Baugenehmigungen liegt die Holzbauquote damit schon bei 19,6 Prozent. In den letzten 30 Jahren wurden in Bayern noch nie so viele Wohngebäude aus Holz geplant und der genannte Wert übertrifft die Baufertigstellungen von 2015 um neun Prozent beziehungsweise 429 Wohngebäude.Diese Bewährung von Holz im Bau beruht auch auf der wirkungsvollen Zusammenarbeit des Clusters bei den zentralen Bereichen Innovation, Vernetzung und Marketing durch das Branchenbündnis proHolz Bayern. Die gemeinsam vom bayerischen Forst- und Wirtschaftsministerium betreute Cluster-Initiative wurde daher durch das Silberlabel des europäischen Sekretariats für Clusteranalysen ausgezeichnet. Sie befindet sich damit unter den besten 20 Prozent von derzeit über 180 entsprechend zertifizierten Clustern in Deutschland.
Und die Aussichten für die Branche sind weiterhin gut. So weist die Mitte März in Berlin vorgestellte Studie der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts auf das immense Flächenpotential auf den Dächern von Bestandsbauten hin. In Bayern könnten durch die Aufstockung von Mehrfamilienhäusern in Ballungsräumen ca. 200.000 Wohnungen gewonnen werden. Im Bund geht man sogar von 1,5 Millionen neuen Wohnungen aus. Durch Leichtbauweise und Vorfertigung ist Holz dafür besonders gut geeignet - wie auch für ein visionäres Projekt: Cluster und proHolz Bayern begrüßen nachdrücklich die Initiative von Staatsminister Helmut Brunner (MdL), beim Bau des neuen Konzertsaales in München möglichst umfassend auf Holz zu setzen.
Im Juni freuen sich die bayerischen Forstleute auf die KWF-Tagung in der Oberpfalz. Die größte Forstdemo-Messe der Welt wird in vierjährigem Turnus ausgerichtet und findet heuer in Roding statt und damit, nach Bayreuth (1971) und Ruhpolding (1985), zum dritten Mal in Bayern. Neben Forstmaschinen und Neuigkeiten wie beispielsweise Drohnen werden auf der Messe Fachkongresse und Exkursionen angeboten. Aus diesem Anlass haben wir ein Interview mit Norbert Harrer, dem Vorsitzenden des bayerischen Forstunternehmerverbandes, geführt.
Bei der Lektüre des Newsletters wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.
Ihr Gerd Wegener
Bayerns Forst- und Holzwirtschaft wächst kontinuierlich: Ob Umsatzwachstum oder Beschäftigungswirkung, nirgendwo in Deutschland boomt der Cluster so wie im Freistaat. So die Hauptergebnisse der aktuell veröffentlichten Clusterstudie Forst, Holz und Papier. Mittendrin die Forstunternehmer, die mit einem Umsatzwachstum von 5,8 % und fast 190 Unternehmensgründungen pro Jahr sogar eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Die erfreuliche Feststellung bietet Anlass zu einem Gespräch mit Norbert Harrer, dem Vorsitzenden des Verbandes bayerischer Forstunternehmer.